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trockengefallen im Watt vor Spiekeroog

 
Standort
Datum

Uhrzeit

 
Sa. 30.05.09

2050

 
geographischer Ort
53° 45.9' N 07° 41.8' E
Längen-/Breitengrad
 
zurückgelegte Seemeilen:
10,1 nm
Vortag:
9525,3 gesamt: 9535,4
   
 

 

Tagesereignisse
 
 

Nachdem ich am Freitag recht früh in Carolinensiel angekommen war und die Tide um Viertel nach Fünf am nächsten Morgen anfangen würde abzulaufen, machte ich noch am Abend das Schiff klar und bewegte es vom Museumshafen durch die Schleuse von Harlesiel an einen Platz im Vorhafen, um dann früh in die Koje zu kriechen.
Heute ist dann der Tag der Unfreiwilligkeiten: zuerst gleich drei Patenthalsen und schließlich schuldlos trockengefallen! Der Grund ist wieder einmal der alte 'Autohelm'-Autopilot, der einmal wieder so schlimme Schlingerkurse steuert, dass mit dem gesetzten Groß vor dem Wind durch das sich stark windende Fahrwasser zu fahren parktisch unmöglich ist. Ich bin nämlich auf dem gewundenen Priggenweg des Harlesieler Wattfahrwasser unterwegs als Abkürzung mitten durchs Watt in Richtung Spiekeroog. Und dann - schon im Spiekerooger Fahrwasser und bei ablaufendem Wasser - passiert es: das Schiff steuert plötzlich zum Fahrwasserrand, das Groß geht 'rüber und ehe ich es mich versehe, sitzt Betty im Schiet und der Wind drückt das Schiff immer weiter auf den Sand. Da bleibt mir nicht mehr viel übrig, als die Segel zu bergen, den Anker auszubringen und abzuwarten...

Erst um Viertel vor Vier habe ich wieder genug Wasser unter dem Kiel um den Anker einzuholen und unter Motor nach Spiekeroog zu tuckern - für alle weiteren Ziele ist es jetzt zu spät und Spiekeroog kenne ich noch nicht. Als ich in den kleinen Hafen einlaufe, fallen mir die vielen Traditionschiffe auf und deshalb mache ich an einem, der Tjalk "Doris von Ochtum" fest. Bald erfahre ich vom Skipper Ole Pfeiler, dass die Schiffe sich für eine Regatta am morgigen Pfingstsonntag hier versammeln und ich beschließe spontan, mich anzumelden.
Dann mache ich mich auf einen langen Spaziergang in den Ort Spiekeroog, der mir gleich sehr gut gefällt - lauter verwunschene, von Bäumen überstandene Wege (Autos und Straßen gibt es hier nicht), an denen sich kleine, hübsche Häuschen ducken. Da Sonnabend ist - der Tag des Ferienwohnungswechsels - kommen mit jeder Fähre Trauben neuer Urlauber mit Koffern und Rucksäcken im Schlepp in den Ort. Schließlich flüchte ich vor dieser Urlaubsstimmung zurück zum Hafen und den Booten.

   
  Skipper:Jan Holthusen  

Quittung der Schleuse von Harlesiel

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